EIP-Projekt: Zwischenfruchtbeweidung

Innovative Ansätze zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit und Rinderhaltung im trockenheitsgefährdeten Brandenburg

Traditionelle Bewirtschaftungsformen in der Weidehaltung stoßen in Nordostdeutschland infolge des Klimawandels zunehmend an ihre Grenzen. Dürren und Hitze führen zu Ertragseinbußen, während Starkregenereignisse Bodenerosion und Nährstoffverluste begünstigen.

Zwischenfrüchte können die Bodenfruchtbarkeit stabilisieren und Wasser im System halten. Sie verursachen jedoch Kosten und erwirtschaften in der Regel keinen direkten Erlös. Die Zwischenfruchtbeweidung setzt hier an: Mutterkühe nutzen die Bestände als Futter, während die positiven Effekte für Boden und Fruchtfolge erhalten bleiben. So lassen sich die Kosten senken.

Zwischenfruchtbeweidung Trockenheit
Zwischenfruchtbeweidung Trockenheit

Unsere Arbeit rund um die Zwischenfruchtbeweidung

Das EIP-Projekt untersucht die Zwischenfruchtbeweidung unter Praxisbedingungen und entwickelt sie weiter. In Zusammenarbeit mit sechs landwirtschaftlichen Betrieben werden unterschiedliche Zwischenfruchtmischungen und Beweidungsstrategien erprobt.

Dabei werden Auswirkungen auf Futterqualität, Boden und Tierleistung untersucht. Ergänzend werden digitale Werkzeuge zur Tierbeobachtung getestet.

Ziel ist es, praxistaugliche Ansätze zu entwickeln, die sowohl die Futterversorgung im trockenheitsgefährdeten Nordosten Deutschlands nachhaltig verbessern und gleichzeitig die Bodenfunktionen stärken. Die Ergebnisse werden über Feldtage, Leitfäden und Veröffentlichungen in die Praxis getragen.

Gefördert wird das Projekt durch den europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums und kofinanziert aus Mitteln des Landes Brandenburg.

Zwischenfruchtbeweidung Trockenheit